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Frühe Vögel und Schlangen im Sturm

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Da hätten wir doch beinahe die große Monet-Ausstellung in Wuppertal verpasst. Heute letzter Tag. Der Ausflug ins Bergische war schon für das vergangene Wochenende geplant, mußte dann aber verschoben werden. Heute morgen rappelte der Wecker richtig früh, wir wollten schon frühzeitig anstehen, um Karten kaufen zu können. Und dann das: ein fabelhaftes, ausgewachsenes Sturmtief namens Xynthia wollte auch nach Wuppertal. Ohne Eintrittskarte, unglaublich. Wir hatten immerhin Kaffee und Brötchen, die Schlange war auch noch überschaubar um 8.45 Uhr. Glück gehabt. Pünktlich um 10.00 Uhr öffneten sich die Pforten und wir konnten zügig in das Museum. Die Ausstellung enthielt etliche Bilder, die ich noch nicht gesehen hatte und ich bin immer wieder sehr angtan von der unglaublichen Lebendigkeit und dem genialen Farbgefühl von Monsieur Monet. Durch die Jahreszeiten und Landschaften - traumschön. Kein bißchen alt die hundertjährigen Bilder - es besteht also Hoffnung. Aus dem Museum tretend, fanden w...

Winds of Change - spring version

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Stürmisch geht es weiter. In dieser Woche gab es eine große Menge Neuigkeiten - gute und leider auch ziemlich schlechte. Heißt was? Meine Strategie der Veränderung beginnt zu wirken und erste Früchte wurden auch sehr gern geerntet, so dass von Langeweile und Müßiggang wirklich keine Rede mehr sein kann. Bis dahin - gut, sehr gut! Dann wiederum passieren mitten in der Woche Dinge, auf die ich gern verzichtet hätte. Aber, mich fragt ja keiner. Oder fast keiner. Das schafft eine völlig neue Situation, die - auf den ersten Blick, nicht schön ist. Auf den zweiten Blick jedoch birgt sie - und daran glaube ich ganz fest - neue Ausgangspositionen. Jedem Ende wohnt ein Anfang inne, heißt es. Muss. Muss unbedingt. Bald. Bitte sehr bald.

(Ver-) Satzstücke

"Wenn ich noch eine Frau sehe, die 50 ist, aber sagt, sie sei 35, und die eine Farm in Afrika aufmacht, dann hole ich das Maschinengewehr." Dorris Dörrie in einem stern-Interview (8/2010) zum Thema TV-Trash zur Primetime.

Der Frühling hat um die Ecke geguckt....

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Ich möchte gern das Prinzip Hoffnung wiederbeleben. Da hat doch gestern tatsächlich der Frühling neugierig seine Nase in den Kölner Winter gesteckt. Sehr überraschend. Nachdem der Rosenmontagszug noch bei schattigen Temperaturen durch die City rollte, schien am Donnerstag die Sonne, ganz so, als ob sie nicht vergessen hätte, wie Schönwetter geht. Zehn Grad plus und ein strahlend blauner, wolkenloser Himmel - nääh, wie wor dat schön!!!! Sehr überraschend. Wahrscheinlich nützt schreien ja doch. Ich habe einen langen, ausgedehneten Spaziergang gemacht, für Kaffee draussen hat es noch nicht gereicht. Ich hätte meine Sonnenbrille gebraucht. Sehr überraschend. Alle Menschen guckten freundlich und es lag eine große Sehnsucht wie eine Duftwolke über Zollstock. Haben wir nicht bewiesen, lieber Petrus, dass in der Not sogar wir Kölner mit Schnee können? Sehr überraschend. Sei großzügig und schick' noch ein bißchen Sonne, die haben wir uns wirklich verdient. Und, wenn Du kannst, dem FC drei P...

(Ver-) Satzstücke

k d lang hat es so wunderbar vorgetragen - und es passt zu meiner Stimmung: Hallelujah Now I've heard there was a secret chord That David played, and it pleased the Lord But you don't really care for music, do you? It goes like this The fourth, the fifth The minor fall, the major lift The baffled king composing Hallelujah Hallelujah Hallelujah Hallelujah Hallelujah Your faith was strong but you needed proof You saw her bathing on the roof Her beauty and the moonlight overthrew you She tied you To a kitchen chair She broke your throne, and she cut your hair And from your lips she drew the Hallelujah Hallelujah, Hallelujah Hallelujah, Hallelujah You say I took the name in vain I don't even know the name But if I did, well really, what's it to you? There's a blaze of light In every word It doesn't matter which you heard The holy or the broken Hallelujah Hallelujah, Hallelujah Hallelujah, Hallelujah I did my best, it wasn't much I couldn't feel, so I tried t...

Mir fehlen zehn Grad

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Vor die kürzeste Jahreszeit hat Petrus dieses Jahre eine neue gepackt, die ich hier schon mehr als dreißig Jahre nicht erlebt habe. Es ist kalt, es schneit - ja, kaum zu glauben, es schneit, so dass es sogar überall weiss ist, ganz unglaublich. Ich friere seit acht Wochen, die Heizkosten werden explodieren, dafür spare ich Benzin. Ich will keine dicken Mäntel und Schuhe mehr anziehen, und meine Segelunterwäsche gehört aufs Boot, nicht ins Stadion. Klar, die Kulisse sieht hübsch aus, manche Perspektiven sind ungewöhnlich, man kann neue Dinge entdecken, weil man oft langsam laufen muss. Hübsche Fotos entstehen. Ich habe kalte Hände. Ich trinke heißen Kakao und heißen Tee. Wenig Alkohol. Aber - und das ist der Knackpunkt - es reicht jetzt. Es war genug Winter, ich will jetzt nicht mehr frieren, mir fehlen gut zehn Grad, ist ja schon Februar.....es wäre also an der Zeit, lieber Petrus, den Froster abzustellen und uns ab nächste Woche ein bißchen Wärme zu schicken, oder? Looooooooooooooos, ...

Grünph(r)ase

"Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das große vergebens warten." Pearl S. Buck (1892 - 1973), Schriftstellerin

(Ver-) Satzstücke

„Frau zu sein, ist eine schreckliche Aufgabe, weil sie es vor allem mit Männern zu tun hat.” Joseph Conrad (1857-1924), brit.-poln. Autor

"Halbfranzosen"

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Köln sieht merkwürdig aus, soviel Schnee habe ich hier noch nie erlebt. Nach zwei heftigen Tagen mit intensivem Schneetreiben und vielen Böen schien heute partienweise dat Sönnschen. Also war mal wieder die "Alte Liebe" dran. Waffeln und Kaffee - mit Blick auf das verschneite Rheinufer, so schön. Immer wieder der kleine Urlaub für zwischendurch. An den Tisch setzte sich ein einsamer alter Mann, der sich dorthin irgendwie verirrt hatte. Als ich mich darüber freute, einen Platz mit Domblick ergattert zu haben und wir über Heimatgefühle sprachen - da sind wir ja immer ziemlich schnell - begann er, zu erzählen: Als junger Mann sei er im Arbeitslager gewesen mit zweihundert anderen kölschen Jungs und lauter Sachsen. "Halbfranzosen" habe man sie gerufen, verächtlich. Sie seien eine freche Truppe gewesen, im Rahmen der Möglichkeiten, sie haben auch - ganz organisiert - den Schindern die Stirn geboten. Einem besonders, der sie völlig sinnfrei einen Hügel auf und ab gescheuc...

Zur Lage der Nation

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Nach einem Jahr hat die Nation einen Anspruch auf eine Rede. Gute Tradition im amerikanischen Politsystem. Und dann steht er da, der Herr Obama - gerade gescheitert mit seiner Krankenversicherung für alle und teilt aus. Es hagelt Ohrfeigen für alle. Parteien, Lobbyisten, Banker, Ölproduzenten, Minister, Journalisten, großartig - ganz großartig. Der Mann sieht nicht nur fantastisch aus, er sagt, was gesagt werden muß und er tut es mit Charisma und Verve. Er steht für Werte, für Amerika, für nachhaltige Politik. Er beschwört die Magna Charta und tradierte Werte. So simpel das Rezept klingt, so wirksam kann es sein, wenn es denn umgesetzt würde. Das wiederum würde bedeuten, dass alle sich auf ein Ziel besinnen und ihre parteipolitischen Ambitionen, ihre persönlichen Vorteile und die vielen Verpflichtungen vergessen, mit denen sie alltäglich dealen. Auch die kleinen Freundschaftsgaben. Ja Angie, so geht`s. Back to the roots, weg von Guidos Klientelen. Gibt es deutsche Werte?? Klar gibt es ...

(Ver-) Satzstücke

" Wir finden nichts im Kühlschrank, können aber auf 200 Meter eine Frau im kurzen Rock erkennen." Harald (58) über das männliche Sehvermögen in Das perfekte Dinner aus Köln.

Nach dem Sturm

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Ja, wie war das noch mit Daisy??? Ein fürchterlicher Sturm wird kommen und ganz Deutschland mit Schneemassen unter sich begraben?? Haben Sie auch Ihre Lebensmittelvorräte aufgestockt? Jaja, die Fernsehmacher haben Sondersendungen laufen lassen und alle waren auf Hab-acht. Und dann kam sie nicht, die launige Dame, sie kam einfach nicht - also jedenfalls nicht überall dort hin, wo alle mit vollen Kühlschränken auf sie gewartet haben. So ist das mit den Mädels...... Und inzwischen ist hier auch der Schnee wieder geschmolzen und der Himmel hat sich erinnert, wie blau geht. Heute über Köln: homöopathische Sonnendosen und ein paar Wolken. Womit ich mitten im Leben bin - auch da geht es voran. Die Trägheit scheint sich zu entfernen, ein bißchen Leben kehrt zurück. Und für die Wetterleute: Man nennt kein Orkantief Daisy, Daisy nennt man ein Schoßhündchen oder eine heiratsunwillige Ente, bei dem Namen konnte nichts aus dem Sturm werden, hätte ich euch gleich sagen können.

(Ver-) Satzstücke

"Manchmal hat man das Ziel sofort vor Augen, wenn man sich umdreht!" Dieter Hallervorden in "hart aber fair"

Winterliches Chaos

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Haben Sie schon mal im Schneesturm Wäsche aufgehängt??? Nein??? Dann dürfen Sie sich freuen, es ist nicht lustig, glauben Sie mir. Wahrheit oder Pflicht? Beides, wenngleich ich es geschoben habe, so lange es eben ging. Aber, der Berg der dreckigen Wäsche soll ja nun auch kein Eigenleben entwickeln können. Und irgendwie muß frau jetzt doch ziemlich viel anziehen, sich gegen Frost und Unbill einzwiebeln sozusagen. Der Kontakt zur Außenwelt ist derzeit hauptsächlich ein virtueller, Ausflüge in den Kölner Winter vermeide ich, wo ich kann - außer es scheint die Sonne. Bei blauem Himmel kann ich den Winter gut ertragen. Aber ein Blick aus dem Prinzessinnenturm fällt auf ganz viel Grau und Schneetreiben vor dem Fenster, ich kann die kalte Feuchtigkeit förmlich in meine Knochen ziehen fühlen, obwohl ich hinter Glas und an der Heizung sitze. Glauben Sie, dass es sinnvoll sein könnte, schon mal ganz vorsichtig nach dem Frühling zu schreien???? Helfen Sie mir???

Grünph(r)ase

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. Erasmus von Rotterdam, 27.10.1469 - 12.07.1536

Ampelmännchen

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Winter in Köln findet ohne Romantik statt. Es hat geschneit und es ist kalt. So weit - so gut. Dann hat es ein bißchen getaut und danach wieder gefroren. Das Ergebnis ist ein ekliger Belag auf einigen Bürgersteigen und Kreuzungsrändern. Glatt und rutschig. Ich dachte heute, etwas Bewegung täte gut und bin ein (langes) Stück zu Fuß nachhause gelaufen. Unterwegs noch ein paar kleine Einkäufe erledigt. Als ich gerade gedankenverloren an einem beampelten Zebrastreifen stand und noch so vor mich hin überlegte, ob ich links oder geradeaus gehen soll, ertönte hinter mir eine Männerstimme: "..is' grün..". Ja, dachte ich, hab' ich auch gesehen. Aber, wir sind die beiden einzigen Straßenüberquerer hier, niemand wartet auf meinen Start, was soll das also??? Den logischen Impuls, mich umzudrehen und...habe ich unterdrückt. Das letzte Stück des Weges ploppte: "..is' grün.." wie eine Comicsprechblase durch mein Gehirn und zunehmend machte mir die Aufforderung Spaß. Me...

Famous last unwords

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Puuuuuuuuuuuuh, geschafft. Es ist heute zuende, das Jahrzehnt. Schon der Name, den die vergangene Dekade bekommen hat, weist auf nichts Gutes hin: die Nullerjahre . Wer sich so etwas ausdenkt, sollte mit täglicher Bildzeitung nicht unter einem Jahr bestraft werden, eine semantische, sich selbsterfüllende Prophezeiung. Ich meine, was kann da schon kommen?? Null??? Null!!! Mal abgesehen von der Nettoneuverschuldung. Die gute Laune kann schon stellenweise verloren gehen in diesen Zeiten und, eine für meine Verhältnisse wirklich sehr pessimistische Aussage: schwarz-gelb sind nicht meine Lieblingsfarben, weder politisch noch sportlich. Leider haben Angie und die Biene Maja so gar nichts gemein, ganz zu schweigen von Guido und Willi. Ach ja.....die Politik der Kinderlosen, für deren Ergebnisse die Verantwortlichen in den kommenden Zwanzigerjahren null Rechenschaft ablegen müssen. Politik am Nullmeridian der Nachhaltigkeit??? Mitnichten - das wird ein teurer Spaß werden, wenn aus dem Volk der...

(Ver-) Satzstücke

"Für kein Tier wird auf der Welt soviel getan wie für die Katz'!!!" - so ein anonymer Autor. Denken Sie daran bei Ihren Neujahrsvorsätzen???

Hätte, könnte, wollte - Bilanztage

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So, noch eine Woche und dieses Jahr nähert sich seinem verdienten Ende. Wird auch Zeit. Was soll ich Ihnen sagen, das war wahrhaftig kein sehr schönes Jahr. Sich trennen von Teilen der eigenen Haltung ist die schwierigste aller denkbaren Übungen und ich habe diese Übung noch nicht beendet. Die Überprüfung der eigenen Strategie mit dem Ergebnis, dass sie teilweise fehlerhaft war, macht nicht glücklich. Das einzig Gute daran ist, dass der Mensch aus Fehlern lernen kann - gilt nicht für alle - und ich hoffe darauf, dass mir das, wie schon früher, gelingt. Menschen habe ich getroffen, solche, die nicht gut für mich waren, auch das wie jedes Jahr - und weil ich klüger geworden bin, dauert es länger, hinter die Fassaden zu blicken. Sie finden das widersinnig? Nööö. Ist es nicht. Wetten, Sie kommen drauf??? Die anderen sind geblieben. Handlungsalternativen für die Zukunft zu entwickeln, das ist die Aufgabe - und weiterhin dem Bauchgefühl vertrauen, nicht dem Kopf, das ist die Richtschnur. Und...

Frosttrotzgeranie!!! Grüße nach Kopenhagen

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Gern in aller Munde: revolutionäre Zellen, meistens vermummt, häufig aggressiv. Viel fotografiert, heftig bekämpft, auch wenn sie nur gegen den Klimawandel demonstrieren. Auf meinem Balkon blüht der Widerstand dagegen mutig rosa. Entegegen aller Nachtfrostwarnungen für diese Woche hat sich eine kleine Geranie getraut, frech in den Dezemberhimmel zu erblühen. Vielleicht wurde sie von dem leuchtenden Stern animiert, vielleicht hat Rudolph sie gerufen, ich weiß es nicht. Aber, sie zeigt, dass es manchmal da blühen kann, wo man (oder frau) es am wenigsten erwartet. Das passt. Gut.