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Kleinmädchenherbsterinnerung

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Mit roten Backen lachten sie mich an und wollten unbedingt mit nach Hause. Na gut, dachte ich, dann kommt mal in den Einkaufskorb. Ein alte Sorte, wie früher, diese Äpfel. Klassisch schön, knackig frisch, glänzend, duftend, natürlich biologisch. Zuhause erhielten sie begrenztes Aufenthaltsrecht in der Küche und heute, heute wurden sie ihrer Bestimmung zugeführt. Sie wurden zu Apfelkompott gekocht. Mit einer Zitrone, einer bildschönen Ceylon-Zimtstange und etwas Sternanis durften sie ihre Konsistenz von knackig in musig verändern. Zum Dank haben sie die Wohnung unnachahmlich beduftet: Mit geschlossenen Augen war ich fünf Jahre alt, meine Oma stand, ein bißchen aufgelöst in der Küche, Dutzende von Weckgläsern, Deckel und Gummiringe akribisch vor sich aufgereiht, der Dutt ein bißchen aufgelöst, die widerspenstigen Strähnen mußten mit dem Unterarm gelegentlich aus dem Gesicht gestrichen werden, die Hände wurden ja gebraucht. Rühren, rühren, rühren, damit bloß nichts anbrennt. Kiloweise wur...

Zu früh gefreut - Auszeit erforderlich

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Nachdem ich heute vergeblich versucht habe, die Wohnungstür mit meinem Autoschlüssel (!!!) zu öffnen und mindestens einige Sekunden gebraucht habe, um die Ursache meines Scheiterns zu erkennen, nachdem es jetzt innerhalb weniger Tage, ja man kann fast sagen Stunden, so kalt geworden ist, dass die Winterjacken aus dem Koffer geholt werden mußten, ist es dringend erforderlich geworden, etwas gegen die Kälte (innen und außen) zu tun. So schön der Herbsthimmel auch aussah, das Gefühl sagt: Winter. Zeit für Bücher, Zeit für Kekse und auch Zeit für heißen Tee, zu schnell, zu scharfkantig ist die Kälte hereingefallen. Meine Seele ist noch im Spätsommer und schreit nach Wärme, dicke Jacken sind keine Lösung, echt nicht. Vielleicht hilft Socken stricken. Gegen kalt und gegen erschöpft, wer weiss???

Vom Segen des Nichtstuns

Nach den heftig terminlastigen letzten Wochen habe ich mir ein Nichtstuer-Wochenende gegönnt. Wie das aussah: Einkaufen, Musik kaufen, DVD kaufen, frühstücken, DVD gucken, Abendessen kochen lassen, lesen, schlafen, frühstücken, Wäschewaschen, aufhängen lassen, baden, Abendessen kochen, essen, fernsehen, schlafen. Ergebnis: Das dicke Buch zuende gelesen, die Zeitung mal ganz geschafft, warm und entspannt im Sessel, gut gelaunt in die neue Woche gestartet, regenstabil. Nachmachen!!

Zack - kalt

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Kaum hab ich es geschrieben, schon ist es Vergangenheit, das Spätsommerfeeling. Heute hat es sich vom leisen Regenfilmchen zum Dauerschauer entwickelt. In meiner bergischen verschieferten Umgebung ist das wahrhaftig unsexy. Wenn Du aus dem Fenster guckst und die Regentropfen springen vom Boden höher ab als die Meisen groß sind, dann ist das einfach ganz großer Mist. Weil das der Moment ist, wo du begreifst, dass auch dieses Jahr so gut wie vorbei ist. In den Regalen gibt es wahrhaftig schon Domino-Steine, also Adieu 2008!!! Mein Balkon kriegt schon Steppencharakter. Neeneenee, Petrus, 14° an einem Tag klauen, das geht gar nicht. Oh, ich hasse dieses Wetter, Himmel grau, Sturm, nass, kalt, bäh. Aber - deutscher Herbst, ätsch, ich hol mir die Sonne einfach woanders wieder. Nänänänänä........