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Herr und Frau Meise

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Ich gebe es öffentlich zu, ich bin Krisenprofiteur. Jetzt, wo alle verkaufen, habe ich eine sehr günstige Immobilie erworben – gegen Barzahlung. Nein, es handelt sich nicht um Schwarzgeld. In Holland im Gartencenter entdeckt: ein Meisennistkasten mit Spiegel im Deckel, der das Beobachten einfacher macht. Der lange Winter ließ mich schon fast verzweifeln: keine Piepmätze in Sicht, aber rein gar keine. Die Luxusausstattung mit Futterspender und Pool funktionierte nicht sofort. Nun wohne ich ja fast an der Wolkengrenze und hatte schon befürchtet, kein heimischer Singvogel würde sich so hoch verirren, weit gefehlt, seit ein paar Tagen gab es mehrere Interessenten, alles Meisen, den Hinweis, dass es sich um einen Meisenkasten handele, habe ich definitiv dran hängen lassen, damit nur ja kein Rotkehlchen einzieht, es muss ja alles seine Ordnung haben. Nun sind sie da, meine Untermieter, ein fröhlich zwitscherndes Meisenpärchen, die eifrig Nest bauen. Einer von beiden kommt mit „Material“ gef...

(Ver-) Satzstücke

Eben gefunden, zu schön, um ihn für mich alleine zu behalten, der folgende Satz: "Kein Geräte aus Ladengeschäften die mit Endunken in Berügrung gekommen sind!!" Wer würde das auch schon wollen????

Kontrollierte Frustration

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Nachdem das Wetter meine Rufe nicht hört und der Wettergott nicht mehr mein Freund ist, nur ganz kurz mal eben Dampf ablassen: Ich will, dass etwas passiert, ich will nicht belogen werden, ich will nicht in einer Reihe stehen mit austauschbaren anderen Mädels, ich will, dass es endlich wärmer wird, dass die Sonne wieder scheint, kurz, dass alles anders wird. Die Katastrophe um das Stadtarchiv wäre vielleicht doch vermeidbar gewesen und Köln versinkt in der organisierten Nichtverantwortlichkeit. Inflationäre Bedruckung von Speditionsflotten mit "Yes, we can" auf der A3, wirkungslos. Nur manches soll so bleiben, wie es ist. Der FC soll in der 1.Liga bleiben, zum Beispiel. Halleluja.

Lockruf

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Frühling lässt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land Veilchen träumen schon, Wollen balde kommen Horch, von fern ein leiser Harfenton! Frühling, ja du bist's! Dich hab ich vernommen! Mörike, Eduard (1804-1875)

La dolce vita

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Italien - Land, wo die Zitronen blühen? Mitnichten. Dennoch war es Goethe, der Umtriebige, der den Reiseboom nach Italien nicht unwesentlich voran getrieben hat, lebte er doch in einer Männer-WG mit seinem Freund Tischbein, das ist der, der ihn so nett längs auf eine Recamière gebttet hat, um ihn zu malen, auf der via del corso. Lebensqualität ist das Stichwort - nun auch in der Krise. Nein, Italien ist nicht verschont geblieben, dennoch hört man niemanden jammern, im Gegenteil, an allen Ecken hört man Musik und hin und wieder Gesang - lauthals und inbrünstig, unglaublich. Und natürlich ist das Essen besser, das Wetter sowieso. Und sie sind nett, die Römer, sausen mit den coolen Sonnenbrillen auf den Vespas durch die Stadt, wie große, leuchtende Hornissen, Licht muß an sein und große Brillen sind Pflicht. Und auch beim Zoll arbeiten Menschen - die wirklich sehr attraktive junge Dame, die das Handgepäck kontrollierte, hat weder den teuren alten Balsamico, noch das Spezialitätenöl konfis...

Frühling - ich kann dich schon riechen

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Nach diesem Winter, der erste nach vielen Jahren, der diesen Namen auch verdient, kann man so langsam den Frühling ins Land kriechen spüren, zu sehen ist ja noch nicht so viel. Also, untrügliche Anzeichen sind: meine gebeutelten Pflanzen, also die, die die vielen Minusgrade überlebt haben, kriegen peu à peu Knospen. Ich habe gestern laut und inbrünstig einen Finken schlagen hören, sehr schönes Geräusch. Es kommen große Schwärme von Zugvögeln vauförmig zielsicher zurück. Der Kleiderschrank schreit nach Ausmisten, ganz laut, echt ganz laut. Die Schaufenster werden wieder pastellig bunt, bloß bei Schuhen fehlt mir noch Farbe. Ich bin ab und zu sehr albern und grinse viel. Ich will flirten. Und freue mich diebisch über meine wiederentdeckte Taille. Um dem Frühling, der sich ja noch ein bißchen zögerlich verhält, Bescheid zu sagen, dass er jetzt kommen kann, fliege ich für ein paar Tage nach Rom und bringe dann im Gepäck den Frühling mit. Einverstanden?? Einverstanden.

Machbarkeit - mein Unwort des Jahres

Muß man eigentlich immer alles "machen", was infolge von Machbarkeitsstudien machbar ist? Allein die Wortkreation ist schon so bürokratisiert, dass der Durchschnittsleser mit Schaudern die Technokratisierung der Sprache registriert. Ich würde glatt für ein neues Gesetz plädieren, welches bei allen risikobehafteten Unternehmungen neben der nachgewiesenen Machbarkeit einen oder mehrere namentlich benannte Verantwortliche benennt. Und zwar nicht qua Funktion, sondern qua eigenhändiger Unterschrift. Sie finden das utopisch? Ich nicht. Wenn man eine Kassiererin für einen möglicherweise untergschobenen Pfandzettel, der noch nicht einmal zu Geld gemacht wurde, wegen des potentiellen Diebstahls von € 1,30 nach dreißig Jahren Betriebszugehörigkeit rechtmäßig fristlos entlassen kann, dann nicht. Wenn man Mitarbeiter nach dem Verdacht der Verfehlung bereits um ihre ganze Existenz bringen kann, dann muß man das bei nachgewiesener Nachlässigkeit, Fahrlässigkeit, gar bei Vorsatz (Gewinnmax...

Lückenlose Aufklärung, Herr Schramma???

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Das Kölner Stadtarchiv ist eingestürzt. In Köln wird seit vielen Jahren an einer Nord-Süd-U-Bahn gebaut, einmal quer durch. Könnte da wohl ein Zusammenhang bestehen? Man weiß es nicht. Es ist ja nicht so, als ob dieser Einsturz ein erstes Signal wäre, nein. Schon 2004 hat sich ein Kirchturm einseitig um mehr als 70 Zentimeter gesenkt, der dann mit viel Technik und Tam-Tam wieder gerade gerückt werden mußte. Für meinen Geschmack ist das nicht das Einzige, was hier zurecht gerückt werden muß. Sehen wir mal von den explodierenden Baukosten dieses Großmannsprojektes ab, so haben schon viele dafür bezahlt, die damit gar nichts zu tun hatten. Geschäftsleute mußten ihre Geschäfsttätigkeiten aufgeben, weil an einer Dauerbaustelle einfach kein Geschäft zu machen ist. Anwohner haben jahrelang mit Lärm und Dreck gelebt, Autofahrer sich dauernd um die Baustellen herum gestaut, Buslinien wurden umgeleitet, Immobilien verkauft und, und, und.... Und heute, ich habe es fast nicht geglaubt, sehe ich un...

Am 7. Tag die 5-Prozent-Hürde genommen

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Uiuiui - 5 Prozent von mir sind in einer Woche verloren gegangen, wahrscheinlich ausschließlich in Wasserform, aber egal. Ich habe kalte Füße, aber ansonsten geht es mir gut. Meine Füße sind dauernd kalt. Das Motivationskleid habe ich zurückgeschickt, weil knalliges, giftiges, zänkisches Grasgrün einfach nicht meine Farbe ist. Und auch nie werden wird.

1. Zwischenstand

Puuuuuuuuuuuuuh, die erste harte Phase habe ich hinter mir. Den unappetitlichen Teil lasse ich bewußt mal weg. Der Magen knurrt noch. Ab und zu muß ich mal ein bißchen heulen, geht aber. Als Zusazumotivation hab ich mir gestern "Germany's next Topmodel" gegeben, nur so als Anreiz zur Frage, was denn wohl sein könnte, wenn ich mich ausschliesslich auf mein Ausehen verliesse. Auch keine Lösung. Wird nicht passieren. Aber, auch ich könnte auf Photos besser aussehen... Heute gibt es nach der Dusche eine Ganzkörperanwendung von Granatapfel-Regenerationsöl für meine alte Haut - wenn's schee macht...

Fastenzeit

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Ich habe mich entschlossen, dieses Jahr wieder einmal zu fasten - und zwar richtig. Nachdem ich in der letzten Zeit ziemliche Schwierigkeiten mit mir und der Welt hatte, kam mir ein Artikel zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Fastens gerade recht. Es soll also gegen Depressionen, Bluthochdruck und Arthrose helfen - drei Probleme auf einmal lösen und kost' nix. Das ist das Beste daran, wie ich finde. Ich begann also mit dem Erwerb eines Motivationskleides, einen ganze Nummer kleiner als bisher und deutlich frühlingshaft bunt - fast zu bunt, wenn ich genau drüber nachdenke...mal sehen wohin das führt. Jedenfalls habe ich gestern begonnen, zu fasten und gucke mal, wie lange ich das dieses Mal durchhalte, mein letztes Mal liegt ungefähr 15 Jahre zurück und früher war eh alles viel besser, oder?

2009 - Superwahljahr

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So - und schon wieder habe ich die Wahl: welche Konfektionsgröße möchte ich denn dieses Jahr hauptsächlich tragen? Tja, ehrlich, wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich mir meine gute alte 42 zurückwünschen, damit habe ich mich immer wohl gefühlt und damit ging es mir richtig gut. Ist auch schon zwanzig Jahre her..... Andererseits, und man sollte ja auch durchaus mal "worst case" durchspielen, würde das die extrem kostenintensive Anschaffung einer kompletten neuen Garderobe zur Folge haben - nicht gut, weil sauteuer. Also doch die langsame Variante mit dem sukzessive durchgeführten Minimalisierungsporogramm? Ich bin gespannt, ob und wie lange und, vor allem, bis wohin, ich durchhalte, und ich werde euch auf dem Laufenden halten - versprochen! Sollten mir allerdings Jobs als Fotomodell in aller Welt angeboten werden, werdet ihr wohl eine Weile oder zwei auf mich verzichten müssen. "Germany's next Topmodel" - mein Lebenstraum? Eher nicht, aber - unverhofft komm...

Ahl' Männer - cool' Säu

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Ist ja nicht neu, aber muß doch nochmal gesagt werden: Sowohl auf der heutigen Puppensitzung wie während der ECHO-Preisverleihung waren die Alten, Betagten, also die, die die Werbetreibenden nicht mehr als Zielgruppe wahrnehmen, die Best-Ager, die Silver-Ager, die wirklich coolen. Ob eine Anette Humpe, ein Udo Lindenberg, ein Klaus Meine, ein Lionel Richie, ein Campino - ganz egal. Lässig und gelassen gehen die auf die Bühne, sagen ein paar flockige, lockere Sätze, sind freundlich und artig, gehen ab und gut. Keiner von den Profis steht dagegen stotternd und stammelnd am Mikrofon: "äh, ich weiß jetzt gar nicht, was ich sagen soll..."; "..ich hätte doch auf meinen Bruder hören sollen, Scheiße..." Das will ich euch mal sagen, Kids, diese Auftritte sind nicht COOL, die sind DOOF und die werden euch noch Jahre lang verfolgen, escht, da hätte et sich jelohnt, ens e paar Wördsche fürzebereiten, janz ehrlisch. Nur mal so.

Karaoke in Köln - Reloaded

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Kaum zu glauben: heute abend durfte ich Zeugin sein bei der Geburt der 19-Ton-Musik- und das kam so: wie schon manchmal nach einem Heimspiel des FC Köln gab es auch heute abend einen Karaoke-Termin in der gleichnamigen Kneipe, also im Heimspiel. Und , was soll ich Ihnen sagen: hinter so manch einem wohlbekannten, solide gereiften Titel verbarg sich eine völlig unbekannte neuartige Komposition mit reichlich atonalen Elementen und einem lebhaft drumherum geranktem menschlichen Beiwerk oder auch Dekor. Dazu ist kritisch anzumerken, dass auch an einem eiskalten Winterabend kleine Puffärmelchen in XXXL den geneigten Zuhörer nicht vergessen machen, dass es eigentlich ein schöner Abend werden sollte. Schwierig, schwierig, wenn die Protagonisten überwiegend Kinder sind, die von modernster Kuschelpädagogik jedweder Fähigkeit zur Selbstkritik beraubt wurden. Auch die Abteilung Jungmann hat, von einer wirklich löblichen "Banana Boat-Interpretation" mal ganz abgesehen, nicht viel zu biet...

Deutschland sucht den Superstar - ohne Recall

Ich will es mal so erklären: wenn in Deutschland ein Unternehmen der größeren Kategorie einen neuen Buchalter (m/f) sucht, dann passiert Folgendes: Die Stelle wird budgetiert, beschrieben, die Ausschreibung wird öffentlich gemacht, Bewerbungen werden entgegen genommen, ca 90 Prozent als unbrauchbar eingestuft und entsprechend gelabelt. Dann werden die in Frage kommenden gesichtet, zumeist von mehreren Entscheidern, eine gute Handvoll wird zum Gespräch gebeten, eine noch kleinere Auswahl zum zweiten Gespräch, dann wir man sich mit dem Wunschkandidaten einig und dann gibt es einen gemeinsamen Termin für den Start. Dieser Prozess kann auch schon mal drei Monate dauern. Und was ist, wenn in Deutschland ein Bundeswirtschaftsminister nach drei Jahren "amtsmüde" ist und das mit den schönen Worten: Ich habe mir das ja nicht ausgesucht (ich wollte ja eigentlich Verteidigungsminister werden) auf einer öffentlichen Veranstaltung bekannt macht, danach ein Rücktrittsversuchgesuch an seine...

Lückenlose Aufklärung

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Ich verlange lückenlose Aufklärung, das will ich hier mal sagen: lückenlose Aufklärung darüber, warum es Unternehmern etwa straflos gestattet ist, das unternehmerische Risiko problemlos auf den Rücken ihrer Mitarbeiter zu schieben und diese die Zeche für die eigene Unfähigkeit zahlen zu lassen? Warum dürfen Unternehmen die Adress- und Kontodaten ihrer Mitarbeiter und deren Angehörigen an Detekteien für Überprüfungen abgeben? Warum dürfen sich Stadtratmitglieder und Bürgermeister an städtischen Pfründen einfach so bedienen? Warum müssen in einer Großstadt wie Köln soviele Kinder unterhalb des Existenzminimums leben? Warum geht jemand für Steuerhinterziehung in Millionenhöhe nicht in den Bau, ein Schwarzfahrer, der ein paar Mal erwischt wird, aber sehr wohl? Warum zahlen Banken, die Millardenverluste machen, Dividenden an ihre Aktionäre? Warum wurde ein Gesundheitsfonds eingeführt? Ich will das alles wissen. Nein, ich bin nicht naiv, ich bin einfach ungeheuer sauer. So.

Mein Besuch in der Vorhölle

Orange-apricot-khaki, das ist die Farbkombination meiner Vorhölle - dekoriert mit einem Dreifachspiegel und mindestens 1000 Watt Neonbeleuchtung. Um mich herum Einkäuferinnen, die sich mit ihrer jeweiligen Begleitung über Passform und andere Basics der Wunschobjekte unüberhörbar laut austauschen " die 38 sitzt an mir wie eine Pelle, kann isch nit kaufen", " jetzt krieje isch der Rabatt jar nit mih, für denn isch für Weihnachten die Juutscheine hatte", ""Frollein, passt mir dat?" Und ich - mitten drin in der Unbarmherzigkeit, nein, der Pullover, der auf dem Bügel soooooooo gut aussah, in escht, nee, janz fürschterlisch. Und ich hatte auch schon weniger Falten und Beulen im Gesicht und mehr Farbe. Mantel aus, Schal weg, Pullover aus, Handy klingelt, danach die Prozedur einige Male locker wiederholt und ich brauche mindestens einen Kaffee. Schweißperlen auf der Stirn und Erschöpfung im Gesicht. Es lebe der Online-handel, nie wieder Schlußverkauf. Nie wie...

Prinzenproklamation und Schull - und Veedelszüch

Der Prinz ist schwarz und hat eindeutig Migrationshintergrund. Er ist seit heute mittag 12.00 Uhr Ortszeit offiziell in Amt und Würden. Sein Vorgänger scheidet als unbeliebtester Amtsträger aller Zeiten aus dem Amt und ist darüber untröstlich, natürlich hat er nichts dazu beigetragen. Er hofft darauf, dass ihm die Geschichte Recht geben wird. Träum weiter, Dabbelju! Der Neue ist klug, gebildet und freundlich - er hat seine Wahlkampagne im Web 2.0 finanziert mit Klein und Kleinstspenden, das war ganz neu für die Menschen, die bisher das Land gemanagt haben, dass als Mutter des Internets gelten kann. Die Gegener fürchten jetzt, dass er auch weiterhin die Jüngeren mit den neuen Medien erreichen wird. Überraschung!!! Historische Location, nett dekoriert, die Marie-Luise Nikuta ist auch schwarz und heißt Aretha Franklin und sie singt ebenfalls ein Mottolied. Dann wird gebetet, ab jetzt also mit dem himmlischen Segen regiert. Die Antrittsrede frei gesprochen, 20 Minuten ohne Skript, Respekt....

2009 - Superwahljahr

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Es fing ja eigentlich schon letzten November an, das Superwahljahr: Obama löste den Hype aus, der jetzt dann zur Vollendung geführt werden wird. Dabei scheint eine der wirklich wichtigen Fragen zu sein, welches Kleid Michelle bei der Inauguration tragen wird - da überschlagen sich die Medien derzeit vollkommen, der Termin passt ja auch genau zwischen die Golden Globes und die Oscars. Vielleicht einen schlichten Zweiteiler in gunatanamoorange mit drei Angie-Knöpfen?? Das Kleid wird dann für die Ewigkeit erhalten werden, geht es doch sofort ins Museum zu den anderen Präsidentengattinenkleidern, schon Mrs. Washington zollte dem nationalen Interesse Tribut, auch ihr Kleid hängt da, für immer. Symbole des wahren Volksinteresses. Unser Superwahljahr beginnt in Hessen, wo ebenfalls noch nicht klar ist, wer das größere Übel ist, der Kaltschnäuzige, Ungeliebte oder der Tapsige, Unerfahrene mit dem lustigen Namen und der Brille. Eine Wahl, die höchst überflüssig hätte sein müssen, Steuergelder s...

Klimawandel???? - Klimawandel!!!!!

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Jeder kennt ja die tollen Postkarten mit verschneiten Tannen, Bergen, im Wintersonnenschein glitzernde Eiskristalle, zugefrorene Seen, Berghänge, blauer Himmel, Kinder mit roten Nasen, die sich fröhlich jauchzend eine Schneeballschlacht liefern und sich dann zu einem heißen Kakao bei Mama einfinden und friedlich "Mensch ärger Dich nicht " spielen. Fortbewegungsmittel sind bevorzugt Schlitten, Skier, Schlittschuhe oder Snowboards - in ganz romantischen Fällen ein Pferdeschlitten mit einer Pelzdecke und zwei gutmütigen Schimmeln vorn angespannt. Soweit das Klischee des deutschen Winters, olfaktorisch ergänzt durch Bratapfelduft. Jetzt mal die Realität in Köln, Januar 2009 Im Kölner Dom ist das Weihwasser eingefroren. Heute morgen habe ich die Milch vom Balkon zum Auftauen in den Kühlschrank gestellt. Ich denke über die Vor- und Nachteile wärmender Zusatzunterwäsche nach und, noch schlimmer: ich rede mit anderen Menschen darüber!! Gestern habe ich auf der Strasse live miterleben...